Auch die Geschichtsschreibung widmet sich am ausführlichsten jenen Epochen, die von Krieg, Not und Katastrophen geprägt sind. Und wer die Schriften der Propheten im Alten Testament studiert, wird beispielsweise entdecken, dass über Richter wie Gideon, Jeftah oder Simson, die es nach verhältnismäßig kurzer Zeit zu zweifelhafter Berühmtheit gebracht haben, ausführlich überliefert wird. Dagegen wird ein halbes Jahrhundert des Friedens unter den beiden Richtern Tola und Jair nur kurz erwähnt.
Gelten die vermeintlichen Gesetze der Medien also auch für die Bibel? Das würde bedeuten, die falschen Schlüsse zu ziehen, das Wort Gottes nicht zu verstehen. Im Gegensatz zum Versuch mancher Nachrichtenmedien mit «Schlechtem» gutes Geld zu machen, berichtet die Bibel darüber, wie Gott den Menschen gerade auch in Krieg, Not und Sünde beisteht, Gnade schenkt und sie errettet.
Wenn wir unser Leben am Evangelium Jesu, an der «Guten Nachricht» ausrichten, werden auch wir zu Botschaftern dieser guten Nachricht, die vom Glauben an Gott, von seinem Handeln, von Hoffnung, Liebe und Erlösung erzählt. Das ist ein wunderbarer Weg zu zeigen, dass die «Gute Nachricht» den größten Lohn bringt – für einen selbst und den Nächsten.