Sicherheit im Alter

13.05.2024

Wer hat nicht schon viel über Enkeltrick, Cyberkriminalität und sonstige Betrügereien gehört. Eigenverantwortung und Wachsamkeit sind der Schlüssel zu unserer Sicherheit.

Frau Abderhalden von der Aargauer Kantonspolizei hat uns während ca. zwei Stunden über die verschiedenen Bertrügerein, die aktuell uns bedrohen referiert. Selbstverständlich war das Interesse unter unseren Senioren gross gewesen und so nahmen mehr als 40 Personen teil.

Mit ihrer freundlichen Art, ihrem umfassenden Praxiswissen wandte sie sich an uns Senioren und beleuchtete dabei einige der wichtigsten Gefahren und Schutzmassnahmen, die in unserem Alltag oft übersehen werden. Hier sind die wichtigsten Themen und Ratschläge zusammengefasst:

Telefonbetrug – Schockanrufe
Stellen Sie sich vor, das Telefon klingelt und eine aufgeregte Stimme behauptet, Ihr geliebter Sohn oder Tochter habe im Ausland einen schrecklichen Unfall erlitten oder befinde sich in Untersuchungshaft und benötige dringend finanzielle Hilfe. Die aufrüttelnde Realität solcher Schockanrufe ist, dass sie oft nur ein grausames Spiel mit unseren Emotionen sind.
Bewahren Sie Ruhe und geben Sie keine persönlichen Informationen preis. Legen Sie sofort auf. Kontaktieren Sie umgehend Ihre Kinder oder Familienmitglieder und rufen Sie die Polizei unter der Nummer 117 an.

Romance Scam – Liebe im Internet
Das Internet ist ein wunderbarer Ort, um neue Menschen kennenzulernen. Doch manchmal verbirgt sich hinter einem charmanten Lächeln und liebevollen Worten eine dunkle Absicht. Romance Scams beginnen oft romantisch und enden in Forderungen nach Geld. Schlimmstenfalls werden Sie durch manipulierte Transaktionen wegen Geldwäscherei selbst zum Täter.
Seien Sie vorsichtig und senden Sie kein Geld an fremde Personen, besonders nicht ins Ausland. Informieren Sie sofort Ihre Familie, Ihre Bank und die Polizei (Nummer 117). Seien Sie sich bewusst, dass die Täter oft sehr geschickt und überzeugend sind.

Anlagebetrug
Die Versuchung durch verlockende Anlageangebote ist gross, besonders wenn uns Briefe mit glänzenden Versprechen und hohen Renditen erreichen. Doch diese Briefe sind oft gespickt mit Fehlern und Ungereimtheiten.
Seien Sie wachsam und überprüfen Sie verdächtige Briefe gründlich. Bei Zweifeln sofort Hilfe suchen.

PC-Support-Betrug
Ein freundlicher Anruf, der uns mitteilt, dass unser Computer von einem Virus befallen ist, kann schnell in hohe Kosten und grossen Datenverlust münden. Daher der Rat: Vertrauen Sie nur auf Händler Ihres Vertrauens, wenn es um Computerprobleme geht.

Falsche Polizisten
Das Sicherheitspersonal ist stets zu zweit unterwegs und kontaktiert sie nur bei wirklichen Notfällen. Die Beamten stellen sich mit Namen vor und können sich ausweisen. Bei Unsicherheiten sollten Sie: Den Polizeiposten anrufen und die Identität der Polizisten überprüfen. Keine Türen öffnen oder Informationen preisgeben, wenn Zweifel bestehen.

Diebstäle
Die meisten Diebstäle in Einkaufzentren geschehen beim Gemüse- und Früchtestand. Weil man durch das Auswählen der Sachen abgelenkt ist ergreift der Dieb die Gelegenheit entwendet das Portemonnaie aus der Tasche. Deshalb immer das Portemonnaie bei sich tragen.

Frau Abderhalden schloss ihren Vortrag mit einem eindringlichen Appell: Eigenverantwortung und Wachsamkeit sind der Schlüssel zu unserer Sicherheit. Bei Fragen oder ungewöhnlichen Beobachtungen zögern Sie nicht, die Polizei zu informieren.

Mit diesem Rat und ihrer beeindruckenden Präsenz hinterliess Frau Abderhalden ein tiefes Gefühl der Sicherheit und Dankbarkeit in uns allen: Bleiben Sie wachsam und vertrauen Sie auf Ihre Intuition!

Mehr Infos zu Sicherheit im Alter finden sich hier