Mit dem Wunschlied des Jubelpaares «Ins Wasser fällt ein Stein» stimmte der Gemeindechor auf die Predigt ein. Der Vorsteher begrüsste die Anwesenden herzlich und freute sich über die grosse Festgemeinde. Einleitend erläuterte er: «Die Segensspendung steht heute im Zentrum. Segen bedeutet, Gutes von Gott zu erhalten, Liebe pur. Nicht Gesundheit oder Wohlergehen in allen Lebenslagen, aber Begleitung darin und Ruhe im Herzen. Gott möchte uns beistehen und uns begleiten».
Merkpunkte aus der Predigt
Die Worte von Paulus zur Gerechtigkeit beziehen sich auf die ersten Menschen, welche durch Ungehorsam in Sünde fielen. Der Vorsteher untermauerte die Relevanz des Bibelwortes mit einem aktuellen Beispiel: «Wenn ein Mensch einen Staudamm sprengt, trifft diese Katastrophe ganz viele, die darunter leiden. Das ist Sünde und trennt von Gott».
Jesus ist für uns gestorben, zur Erlösung aller, die an ihn glauben. Er schuf so die Möglichkeit, volles Heil zu empfangen und auf ewig bei Gott zu sein.
Wie können wir Menschen vor Gott bestehen? Wie gerecht werden?
Der himmlische Vater wünscht sich, dass wir
- ihm aus tiefem Vertrauen heraus gehorsam sind;
- seine Gebote halten. Oft widerstreben uns Vorschriften – doch diese bringen Ruhe, Frieden und Sicherheit;
- nüchtern sind;
- uns bewusst sind, woher wir kommen, wer der Schöpfer aller Dinge ist. In Demut freuen wir uns, dass wir ihn Vater nennen und ihn allzeit um Hilfe bitten dürfen. Das schafft Freude und Dankbarkeit;
- erkennen, dass wir Sünder sind und seiner Gnade bedürfen.
Jesus hat für unser Heil mit seinem Leben bezahlt. Der Glaube daran macht uns gerecht. Wenn wir ihm vertrauen, gehorchen und das Gesetz der Nächstenliebe befolgen, kann uns keiner anklagen. Es gelte, so empfahl der Hirte, zu bereuen, Busse zu tun, damit wir Sündenvergebung und Gnade empfangen können.
Segensspendung
Nach der Abendmahlsfeier empfing das Silberhochzeitspaar den Segen. Zuvor trug der Chor ein Lied mit christlichen Segenswünschen vor: «Herr sei vor uns und leite uns». In seiner Ansprache an die Jubilare sprach der Dienstleiter von Respekt, Achtung voreinander und gegenseitiger Unterstützung. «Macht das auch weiterhin!», so sein Rat. Auf die Frage, ob sie einen gemeinsamen Wunsch für die Zukunft hätten, meinten sie einmütig: «Ja, wir möchten zusammen alt werden».
In manchen Herzen klang das Schlusslied «Mögen sich die Wege vor deinen Füssen ebnen» noch nach, als vor der Kirche bereits gratuliert, geplaudert und der reichhaltige Apéro genossen wurde.