Die Gottesdienstteilnehmerinnen und Teilnehmer kamen an diesem Samstag Nachmittag aus Kirchengemeinden des neuapostolischen Kirchenbezirks Wien, von Krems am einen Ende bis Siegendorf am anderen, nach Wien in die katholische Pfarrkirche Lainz, welche in ökumenischer Gastfreundschaft den neuapostolischen Christen wiederum zur Verfügung gestellt worden war. Auch darauf durfte man das Lied des Chores beziehen, in welchem es heißt «come share the Lord … no-one is a stranger here». An diesem Ort waren alle willkommen, um Gott zu loben und Anteil am Opfer Jesu zu haben.
Der Bezirksevangelist erinnerte in seiner Predigt an das Motto «miteinander, füreinander, weil einander von Gott anvertraut». Und er knüpfte daran an: «Wir sind einander geschenkt, doch ist uns wesentlich mehr geschenkt als nur „nette Menschen” in denen, die wir ohnehin lieben». Und er nahm Bezug auf das Bibelwort aus dem Matthäusevangelium, Kapitel 26, Vers 26, welches dem Gottesdienst zu Grunde lag: «Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.», indem er darauf hinwies, was dieses „mehr“ bedeutet. «Uns ist die Tischgemeinschaft mit Jesus geschenkt. Er lädt ein zum Innehalten, so wie er es tat als er das Brot nahm, dankte, es brach und teilte. So gilt auch für uns heute: keine Hektik, lasst uns bewusst Innehalten und Kraft, Leben und Sinn aus Jesus erfahren und dafür danken.»
Bezirksevangelist Black lenkte den Fokus der Gottesdienstbesucher ganz auf das Geschehen des Heiligen Mahles, indem er darauf hinwies, dass dies nicht nur Erinnerung an das Passa-Mahl ist, sondern vorwärtsschauend auf Jesu erlösendes Handeln verstanden werden darf.
Dieses Handeln reicht über die Kraft für den Moment hinaus bis in das ewige Leben bei Gott.
An der Wand hinter dem Altar in der Kirche Lainz waren überlebensgroße Zeichnungen von Jugendlichen angebracht, welche auf das Thema Vergebung thematisieren. Der Bezirksevangelist nahm auf diese Zeichnungen Bezug und leitete daraus Fragen ab wie: «gibt es Menschen, die eine 2.Chance verdient haben? Wie fühlt es sich an, wenn Dir vergeben wird? Freust Du Dich, wenn sich jemand entschuldigt?» Impulse die nachdenklich machten und auf die entsprechende Passage im gemeinsam gesprochenen Gebet „Unser Vater“ und zur Sündenvergebung hinführten.
Unterstrichen wurden diese Gedanken durch die Predigtzugaben von Priester Y. Becker, Diakon St. Bräuer und Priester G. Trimmal.
Der Kinderchor wie auch der Jugendchor und der Bezirkschor unterstrichen die Impulse dieses Gottesdienstes sehr berührend auf musikalische Weise, wie zum Beispiel zur Einstimmung auf die Feier des Heiligen Abendmahls das Lied „Jesu Frieden“ gesungen wurde.