Christ sein als Mission

04.05.2025

Am 4. Mai 2025 feierte die Gemeinde Gränichen einen Festgottesdienst: Eine Konfirmandin und ein Konfirmand sagten «Ja» zum christlichen Glauben. Festlich gekleidete Jugendliche, ein mit Wanderutensilien sinnbildlich geschmückter Altar und viele freudig erregte Gesichter prägten den ersten Eindruck.

Mit einem musikalischen Bouquet läuteten das Instrumentalensemble und der Chor den Gottesdienst ein. Als Grundlage zur Predigt diente das Bibelwort aus Philipper 2,4: «Jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient».

Bezirksvorsteher

«Für dich, liebe Konfirmandin, lieber Konfirmand, beginnt heute die Mission ‘Christ-sein’! Das heisst, bereit zu sein, Gutes zu tun in Verbindung mit Christus. Er befähigt dich dazu.»

Diese Worte richtete der Geistliche direkt an die Jugendlichen, nachdem er die ganze Festgemeinde herzlich willkommen geheissen hatte.

Weiter erläuterte er: Sender und Auftraggeber ist Gott, der uns liebt und erwählt hat.

Ziel ist, die ewige Gemeinschaft mit ihm. Er möchte, dass wir alle

  • im Hier und Jetzt Frieden erleben
  • das Leben mit Jesus gestalten
  • Hoffnung und Kraft aus dem Glauben ziehen und davon weitergeben

Die Mission «Christ-sein» ist ein Kernpunkt der Gemeinde. Gott ist die Quelle der Kraft und des Lebens; Jesus ist der Kompass für den Weg. In der Hosentasche nützt dieser nichts, wir wollen ihn in die Hand nehmen, anwenden und uns damit zum Ziel ausrichten. Anvisiert wird nicht das Endziel, sondern der nächste Fixpunkt. Mut- und Kraftlosigkeit können überwunden werden, wenn wir den Kompass einsetzen und mit der Kraft und der Liebe von Jesus den nächsten Schritt machen.

Entscheiden wir uns - dem Nächsten und uns selbst - Gutes zu tun! Das bedeutet auch, gute Gedanken bewusst zu pflegen. Wir wollen ein offenes Sichtfeld zum Nächsten halten und uns um ihn kümmern, ihm Raum schenken.

Im Matthäus-Evangelium lesen wir:
«Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das grösste und höchste Gebot. Das andere ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.»

Christ sein bedeutet, eine innige Beziehung mit dem Heiland zu pflegen, seine Opfertat hochzuachten und das ehrliche Verlangen verspüren, Gott erleben zu wollen. Wir könnten denken, diese vielen Aufgaben schränken unser Leben ein. Im Gegenteil – Jesus schenkt wahre Freiheit!

  • Was uns lähmen oder gefangen nehmen könnte, wie Schuldzuweisungen oder nicht vergeben zu können, vergibt uns Jesus und schenkt uns Kraft, auch vergeben zu können!
  • Enttäuschungen lähmen. Ein falsches Wort, eine unfreundliche Whats-App-Nachricht - Jesus ist uns Vorbild und schenkt Weisheit, richtig reagieren zu können.
  • Unsere Endlichkeit könnte uns Sorgen machen. Was ist nach dem Tod? Jesus schenkt uns Hoffnung auf die ewige Herrlichkeit - das gibt uns Zuversicht und macht Mut.

Gemeindevorsteher

Der Dienende berichtete, er hätte im Militär mit dem Kompass stets die nächste Gaststätte anvisiert. Speis und Trank im Trockenen und Warmen, dazu noch nette Gesellschaft. Das habe ihm wohlgetan. An die Konfirmanden gerichtet: Solche Fixpunkte sind

  • das Elternhaus. Er riet ihnen, immer wieder bei den Eltern einzukehren und deren Hinweise ernst zu nehmen. Darin sei viel Weisheit
  • die Gottesdienste, wo wir stets Wegweisung bekommen

Am Schluss seines Dienens bündelte der Bezirksvorsteher nochmals die Aufgaben der Mission «Christ-sein»: Glauben bekennen, Gutes tun, die schönen eigenen Gaben in die Welt hinaustragen, einen Fixpunkt nach dem anderen anvisieren.

Vor der Segensspendung zur Konfirmation las eine junge Schwester den Brief des Stammapostels vor.

Das vom Chor vorgetragene Lied «this little light of mine» setzte dem Gottesdienst einen fulminanten Abschluss.

Den nächsten Fixpunkt anvisiert, genossen die frisch Konfirmierten mit der ganzen Festgemeinde einen herrlichen Apéro.